usgfuxts: Aua Zahn!

Wann genau Kinder ihre Zähne bekommen ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Manche starten schon mit 4-5 Monaten, andere erst nach dem ersten Geburtstag. David hat seinen ersten Zahn mit 7 Monaten bekommen, Simon hingegen schon mit 4 Monaten.

Wenn es dann soweit ist, gibt es verschiedene Anzeichen: Viele Kinder beginnen beim Zahnen zu sabbern und nehmen so ziemlich alles in den Mund. Einigen Kindern läuft beim Zahnen ständig die Nase. Manche müssen öfters Husten, da sie sich am vielen Sabber verschlucken. Einige bekommen vom Zahnen sogar Fieber oder übergeben sich. Also alles in allem eine ziemlich lästige Sache. Meine Mama sagt immer: Zähne sind lästig wenn sie kommen, wenn man sie hat und wenn sie einem wieder ausfallen…

Viele Kinder leiden auch unter Zahnungs-Schmerzen. Bei einigen strahlen diese Schmerzen bis in die Ohren aus – vor allem wenn die Backenzähne kommen. Das tut weh. Es soll auch Kinder geben, an denen alles spurlos vorbeigeht – wir haben anscheinend keine solchen schmerzresistenten Kinder und jeder Zahn ist ein Kampf!

Hier eine kleine Liste an Dingen, die meinen Jungs beim Zahnen helfen. Es ist natürlich in keinem Fall ratsam, alles auf einmal zu machen bzw. geben. Bitte immer situativ schauen, was nötig ist.

  • Eine Kalte Karotte zum draufbeißen
  • Eine Veilchenwurzel zum draufbeißen – gibt’s in der Apotheke
  • Osanit Globuli – siehe Packungsbeilage
  • Zahnöl von Ingeborg Stadelmann – wird dünn aufgetragen und sanft auf der Backe einmassiert. Infos dazu gibt’s in der Apotheke.
  • Mama Aua Zahn Zahngel – wird auf die betroffene Stelle am Zahnfleisch gepinselt und betäubt diese leicht.
  • Bernsteinkette

Und hier schmunzelt jetzt sicher die eine oder andere: Pfffff Bernsteinkette. Ich kenne die Argumente dagegen und weiß, dass es keine wissenschaftlichen Belege gibt. ABER wir haben es vier Tage ohne die Kette versucht und vier Tage mit unserem Kind gelitten. Schon fast die Nerven weggeworfen, wegen der ständigen schmerzerfüllten Schreierei. Dann haben wir ihm die Kette angezogen und er war innerhalb einer Stunde wieder der Sonnenschein, den wir kennen und lieben. Klingt bescheuert – ist aber so! Hier auch noch ein Link zum Thema Bernsteinketten von OSA.

usgfuxts: Topfen verbrauchen für stillende Mamas

Als stillende Mama habe ich für den Fall eines Milchstaus immer eine Packung Topfen (=Quark) daheim im Kühlschrank. Denn bei einem Milchstau können zwei Topfenwickel für die Brüste Wunder bewirken. Wer noch nicht weiß, wie solch ein Wickel einfach gemacht werden kann: hier geht’s zu einer tollen Anleitung inkl. Fotos 🙂

Wenn jedoch alles gut läuft und kein Milchstau entsteht, muss der Topfen dennoch irgendwie aufgebraucht werden. Hier daher zwei feine Rezepte, mit denen eine 250gr Packung Topfen super verbraucht werden können 🙂

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Obst-Streusel-Kuchen

Für diesen Obstkuchen kann fast jedes beliebige Obst verwendet werden. Äpfel, Birnen, Heidelbeeren, Zwetschken – was gerade daheim ist 🙂 Er besteht aus 3 Teigschichten, ist aber sehr einfach zu machen:

1. der Rührteig:
100 gr Butter
100 gr Zucker
2 Eier
1 Prise Salz
125 gr Mehl
2 gestrichene TL Backpulter

Butter, Zucker, Eier und Salz mit dem Mixer vermischen, bis es eine sämige Masse gibt.
Danach das Mehl und das Backpulver unterrühren. Die Teigmasse in eine Kuchenfom mit 26 oder 28cm Durchmesser streichen. TIPP: Mit meinem Handmixer kann ich die Butter direkt aus dem Kühlschrank nehmen. Bei der Kitchen Aid muss der Butter allerdings zimmerwarm sein, da er sich sonst nur am Mixstab festhängt

2. die Topfenmasse:
250 gr Topfen
40 gr Zucker
1 Pkg Vanillepudding
150 ml Sahne
wenn gewünscht etwas geriebene Zitronenschale

Alle Zutaten cremig verrühren und auf die erste Teigschicht streichen.

3. die Streusel:
100 gr Mehl
75 gr kalte Butter
65 gr Zucker

Die Zutaten auf einem Suppenteller zusammenmischen und schnell zu Streuseln verarbeitem. TIPP: falls die Masse dabei zu warm geworden ist um schöne kleine Streusel zu machen, einfach für 5 Minuten in den Tiefkühler stellen. Die Butter wird dadurch wieder härtet und es können mit den Fingern schöne Streusel geformt werden.

Nun das Backrohr bei 200° Ober/Unterhitze vorheizen. Dann das gewaschene, geschnittene Obst gleichmäßig auf der Creme-Schicht verteilen und die Streusel verteilen. Den Kuchen für 45-50 Minuten backen. Danach 2-3 Stunden auskühlen lassen und genießen.

Topfenschmarren

Topfenschmarren

250gr Topfen
3 Eier
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 Pkg Vanillezucker
70gr Grieß
80gr Mehl
2 TL Backpulver
etwas Milch

Alle Zutaten bis auf das Backpulver verrühren bis es eine sämige Masse gibt. Milch dabei nach Bedarf einsetzen. Zum Schluss das Backpulver zügig unterrühren. Eine große, backofentaugliche Pfanne mit Butterschmalz oder Butter einfetten und die Teigmasse einfüllen. Bei niedriger Temperatur solange anbraten, bis der Teig oben erste Bläschen wirft. Inzwischen das Backrohr auf 180° Ober/Unterhitze vorheizen. Dann die ganze Pfanne für ca. 15-20 Minuten ins Backrohr stellen und den Topfenschmarren fertigbacken. Anschließend die Pfanne mit einem Topflappen rausnehmen und den Schmarren zerteilen. Mit Staubzucker bestäuben und warm servieren. Dazu passt Kompott oder Apfelmus. Guten Appetit.

 

 

usgfuxts: Ice Ice Baby

Babybrei einfrieren

Irgendwann kommt die Zeit der Beikost, in der das Baby anfängt Brei zu essen. Es gibt verschiedene Indikatoren, die darauf hinweisen können, dass das Baby bereit für den nächsten Schritt ist. David und Simon haben ab einem gewissen Alter sprichwörtlich „mitgegessen“ – also gesabbert und Kaubewegungen gemacht, wenn wir Erwachsenen gegessen haben. Bei David war mir damals noch nicht ganz bewusst, was das bedeutet, aber als dann der „Futterneid“ losging und die Jungs anfingen zu weinen, wenn wir aßen, war für uns der Zeitpunkt gekommen…

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usgfuxts: Auftauen für Vergessliche

Mamas Essen optimal Einfrieren

Bisher habe ich meine vorgekochten oder zuviel-gekochten Portionen immer in Tiefkühldosen von Tupperware oder Ähnlichem eingefroren. Das Ergebnis: teilweise halbvolle Büchsen die mehr Platz verbrauchen als nötig und dicke Eisklumpen aus Essen, die mir viel zu langsam auftauen. Man könnte ja meinen man wäre intelligent genug das Essen am Abend davor rauszurichten. Tja – wie die eine oder andere vielleicht schon am eigenen Leib zu spüren bekommen hat: als Schwangere wird man vergesslich und das bessert sich auch im Wochenbett sowie danach oft nicht mehr. Soll heißen: ich habe vorgekocht und dann vergessen das Essen aus dem Tiefkühler zu nehmen. Und da kommt meine Freundin Martina ins Spiel:

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usgfuxts: Mutterschutz? Vorkochen!

Ich war schon immer ein Mensch der sehr gerne und voller Ehrgeiz arbeitet. Im Frühjahr 2016, als der Mutterschutz immer näher kam, hatte ich schon ziemliche Panik, wie es mir wohl ohne den gewohnten Arbeitsalltag gehen wird. Noch ein paar Projekte abgeschlossen und Mails verschickt und ZACK – schon war er da, der letzte Arbeitstag.
Nach einer Jause für alle, einem tollen Geschenk für das Baby und vielen Tränen, packte ich meine Sachen und verließ das Büro. „Vergiss halt nicht, dass du am Montag nicht arbeiten kommen musst.“ höre ich meinen Lieblingskollegen noch beim Rausgehen spotten. Ein Schmunzeln huscht mir übers Gesicht, denn ich weiß: seine große Klappe werde ich am meisten vermissen.

PUUUUH MUTTERSCHUTZ! Acht Wochen nichts arbeiten – was werde ich wohl die ganze Zeit machen: Endlich das Fotobuch vom letzten Urlaub? Oder Shoppen?
Eine meiner erfahreneren Freundinnen mit Baby klärte mich dankenswerterweise auf: Kaffee trinken (vorrangig koffeinfreien), genießen, vorschlafen und vor allem VORKOCHEN!

Klingt anfangs ziemlich lächerlich, aber ich schwöre euch: das war einer der besten Tipps den ich bekommen hatte in der ganzen Schwangerschaft. NICHTS, aber auch GAR NICHTS, war in den ersten zwei Wochen nach der Geburt wertvoller als das im Mutterschutz vorgekochte und eingefrorene Essen. Auch wenn das Baby anfangs viel schläft und man ja „eh“ zuhause ist: wir waren anfangs durch die neue Lebenssituation so verplant, dass wir teilweise mit Müh und Not bis 16 Uhr ein Mittagessen für uns auf dem Tisch hatten. Denn gerade in der ersten – leider oft sehr chaotischen Zeit, gibt es nicht viel Besseres als zumindest eine warme Mahlzeit am Tag. Deshalb: nutzt bitte den Mutterschutz und kocht euch was Feines vor. z.B. Bolognese, Geschnetzeltes vom Huhn oder ähnliches. Dann müsst ihr „nur“ noch ein paar frische Nudeln oder Reis kochen und ihr habt eine warme, gesunde Mahlzeit, die euch stärkt.

OK ich gebe zu: beim ersten Kind, war ich noch etwas unbeholfen, was das Vorkochen angeht, denn das vorgekochte Chili-con-Carne stellte sich stilltechnisch als ziemlicher Flopp heraus! (Aber es soll ja auch Mütter geben, deren Stillbabys keine Blähungen und keinen wunden Hintern bekommen, von Bohnen und Chili).

Was ich nämlich anfangs nicht wusste: was die Mama isst, bekommt das Baby irgendwie indirekt über die Muttermilch ab. Soll heißen: was die Mama bläht, bläht auch das Baby. Hier scheiden sich natürlich wieder mal die Geister und manche behaupten, das sei totaler Blödsinn. Ich kann nur sage: bei meinen beiden Söhnen war bzw. ist es definitiv so. Ich habe mir daher das „Stillkochbuch“ von Marietta Cronjaeger gekauft. Darin gibt es eine wunderbare Liste an Lebensmitteln die gut bekömmlich sind oder auch nicht. Bei meinen Jungs sind die Bösewichte beispielsweise Zwiebeln, Knoblauch, Kraut, Hülsenfrüchte usw.

Damit das vorgekochte Essen, dann auch platzsparend und vor allem schnell-auftauend eingefroren werden kann, gibts im nächsten Blogeintrag was „usgfuxts“ zum Thema Essen einfrieren.

 

 

 

Neue Mama-Blogserie „usgfuxts“

Am 11. Juni 2016 war es soweit – unser Sohn David kam zur Welt. Am 9. März 2018 bekam David dann Verstärkung – sein kleiner Bruder Simon wurde geboren. Es war  Liebe auf den ersten bzw. zweiten Blick und die Freude ist bis heute riesengroß.

Doch so wunderbar es ist Mama zu sein, so herausfordernd ist es auch – zumindest oft. Ich finde es ist daher umso wichtiger, sich das Leben nicht unnötig schwerer zu machen als nötig: In den letzten Monaten und Jahren habe ich viele praktische, hilfreiche Tipps und Tricks gelernt bzw. bekommen, die mir das Leben als frischgebackene Mama erleichtert haben und bis heute erleichtern. Und genau diese Tipps und Tricks möchte ich daher in meiner Mama-Blogserie „usgfuxts“ zur Verfügung stellen. „Usgfuxts“ ist vorarlbergerisch und bedeutet soviel wie etwas „raffiniertes“, „geschicktes“ oder „praktikables“.

Was mir dabei sehr wichtig ist: Ich werde versuchen sehr ehrlich zu sein – denn was mich am „Muttersein“ und an allen damit verbundenen Phasen und Themen sehr stört, ist die „Glorifizierung“. Es fängt schon bei der Schwangerschaft an: nicht jede Schwangerschaft ist schön, nicht jede verläuft glatt, nicht alle Mütter lieben es schwanger zu sein und möchten dauernd nur den ach-so-tollen Bauch streicheln. Nein! Es gibt auch Frauen, die sich täglich die Seele aus dem Leib kotzen und sich in ihrer eigenen Haut nicht mehr wohlfühlen. Frauen die bei jedem Schritt Schmerzen haben oder sich aus diversen gesundheitlichen Gründen schon mehrere Wochen vor der Geburt schonen müssen.

Auch die Geburt, das Wochenbett und die ersten Monate danach sind nicht immer ein Zuckerschlecken. Da ist man nicht immer nur fit und gut gelaunt – sondern auch mal übernächtig, verzweifelt und zeitweise auf Hilfe von lieben Menschen angewiesen. Doch darüber wird leider viel zu selten offen gesprochen, weshalb viele Frauen ein falsches Bild davon haben, was sie erwartet und manche sich nicht mal trauen über ihre wahren Gefühle zu sprechen. Denn da alle anderen ja nicht darüber reden, darf frau das natürlich auch nicht – wer will denn schon als schlechter Mensch oder gar als schlechte Mutter dastehen?!